Achtung Rohkost! Pekannuss-Eiscreme!

Achtung Rohkost! Pekannuss-Eiscreme!

Ich liebe es, meine Gäste mit Rohkost-Desserts zu verblüffen. Ich sage meistens nichts bevor nicht alle probiert haben. Meistens kommt dann ganz von selbst die Frage, wie ich das köstliche Eis, den grandiosen Kuchen oder die besten Brownies der Welt denn zubereitet hätte. Und dann sind die Gesichter dementsprechend überrascht, wenn ich erzähle, dass es sich dabei gerade um Rohkost handelte. Was ich vor allem mag, sind einfache Rezepte, bei denen man nicht viele Zutaten verarbeiten muss (wie beispielsweise bei den Row Food Brownies. Die gehen so einfach, dass ich sie mittlerweile meistens mache, wenn sich spontaner Besuch ansagt). Heute habe ich ein etwas komplizierteres Rezept, das ich von Amy Bachellor gelernt habe. Sie ist eine unglaubliche Rohkost-“Köchin” und was Desserts betrifft, haben wir einen ähnlichen Geschmack und dasselbe Gefühl für die richtige Süsse. Wir mögen es beide nicht zu süss. Dieses Pekannuss-Eis hat mich komplett überzeugt, so dass ich den Mehraufwand (der sich einzig auf das Produzieren der Pekannuss-Milch bezieht) gerne auf mich nehme.

Zuerst also gilt es, Pekannuss-Milch zuzubereiten. So kompliziert ist das allerdings auch nicht. Man braucht aber einen Nussmilchbeutel.

Zutaten für die Pekannuss-Milch:

220 Gramm Pekannüsse, übernacht in circa 600 ml Wasser einweichen
400 ml Wasser

2 Datteln

1 Teelöffel Mesquite Pulver (gibt’s zum Beispiel hier)

eine Prise Meersalz oder Himalaya Salz

1/2 TL Vanillezucker

Die Peknannüsse abtropfen lassen und abspülen. Alle Zutaten in einem Hochgeschwindigkeits-Mixer pürieren. Um die Milch von der Breimasse zu trennen, muss die Masse durch das Nusssieb gepresst werden. Dies braucht etwas Geduld. Man kann sich das in etwa vorstellen, wie das Melken einer Kuh :-) Man melkt sozusagen den Nussmilchbeutel. Die Breimasse kann man übrigens wunderbar für weitere Rezepte verarbeiten, also einfach im Kühlschrank aufbewahren.

Für die Eiscreme:

circa 400 ml Pekannussmilch

etwa 100 g Cashewnüsse, etwa drei bis vier Stunden einweichen

100 g Kokosnussfleisch

50 ml Honig

50 g Kokosnussbutter (gibt’s zum Beispiel hier)

1 TL Mesquite Pulver

Mark einer Vanilleschote

eine Prise Salz

Die Cashews abtropfen lassen und abspülen. Dann alle Zutaten miteinander im High Speed Blender pürieren, bis die Masse cremig ist. Die Masse in einen Glascontainer geben und eine Stunde im Gefrierfach kühlen. Wer einen Eismaschine hat, ab in die Eismaschine damit. Wer keine hat, kann das Eis nach einer Stunde aus dem Gefrierfach nehmen und in den Kühlschrank stellen. Dann mindestens acht Stunden im Kühlschrank lassen, bevor es serviert wird. Schmeckt ganz grandios mit Kokosflocken-Kakao-Nibs-Topping.

Warum ausgerechnet Pekannüsse? Pekannüsse sind süsser als Walnüsse, allerdings auch kalorienreich. Dafür haben sie jedoch einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren, die wichtig für das Herz-Kreislauf-System sind. Sie sind unheimlich reich an Mineralstoffen und Spurenelementen, unter anderem enthalten sie Kalzium, Magnesium, Kalium, Eisen und Zink. Sie haben einen sehr hohen Proteingehalt. Ausserdem sind sie reich an verschiedenen B-Vitaminen und an Vitamin A. Sie werden ab Oktober frisch geerntet, so ist dieses Rezept ein ideales Dessert für den gesamten Herbst und Winter.

Übrigens: Warum ich der Meinung bin, dass dieses Rezept rein pflanzlich ist, obwohl ich mich für Honig als Süssungsmittel entschieden habe, gibt es in den nächsten Tagen hier zu lesen. Ich habe mich ausführlich damit beschäftigt und bin der Meinung, dass Honig die gesündere Alternative als Agavensirup ist.

 

Ich bitte Sie um eine Bewertung dieses Artikels

Es gibt noch keine Bewertungen

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>