Mehr Kraft, Selbstbewusstsein und Ausgeglichenheit

Undine Piepke ist PR-Profi und Modeexpertin. Nach zehn Jahren Ballett am Theater und einer Ausbildung zur klassischen Tänzerin rückte Sport zunächst in den Hintergrund. Undine arbeitete unter anderem für Glamour und Vogue in New York. Ihren eigenen Onlineshop für internationale Jungdesigner konnte sie verkaufen und dann trat plötzlich wieder der Sport in ihr Leben. Yoga und vor allen Dingen Boxen haben sie fit gemacht. Undine Piepke ist auch Gründerin der Webseite www.makeyourselfmove.com, ein Blog über Sport, Food, Beauty und andere schöne Dinge. Im Interview erzählt sie, wie sie zum Boxtraining gekommen ist, wieso jeder boxen sollte und wie der Einstieg leicht fällt.

Was oder wer hat Dir zum ersten Schritt in die Boxhalle verholfen?
Das war eigentlich ganz unspektakulär: Ich bin vor ein paar Jahren nach Hamburg gezogen und suchte nach einem Ausgleich zum Yoga. Und schwupps kam eine Freundin daher, die mir von ihrer tollen Boxgruppe erzählte und mich mitnahm – ich war sofort infiziert! Kurze Zeit später bekam ich das Angebot eine Gruppe Jugendlicher in einem Asylantenheim in Billstedt mitzutrainieren – eine besondere Erfahrung, die ich nicht mehr missen möchte!

Wie hast Du Dich durch das Training verändert?
Ich bin kräftiger, selbstbewusster und auch ausgeglichener geworden. Übrigens auch genau das, was ich an den Jugendlichen beobachten konnte!

Wie reagieren die Leute, wenn sie hören, dass Du boxt?
Ganz unterschiedlich, aber meist nach dem ersten Überraschungsmoment sehr interessiert.

 Haben Frauen häufig Vorurteile oder nennen wir es eher Ängste, den Schritt zu wagen?
Den ersten Schritt zum Boxen zu gehen? Das habe ich so nicht beobachten können. Ich denke eher, dass sie oft Angst oder Respekt haben im Kampf den ersten Schritt zu machen und zuzuschlagen.

Kannst Du erzählen, wie das Training abläuft?
So sieht ungefähr der Ablauf eines Boxtrainings aus: es ist sehr abwechslungsreich, fordernd und unglaublich anstrengend : )

Zunächst das Aufwärmen. Es besteht aus ca. 10 Minuten Seilspringen, 10 Minuten Hampelmann seitl./vorne, Laufen, etc.

Dann der Hauptteil mit ca. zehn Minuten Technik Taktik Schattenboxen, 15 Minuten Technik Taktik Partnerübung/Pratzen nach Vorgabe ( z.B. Dreier-Kombi ) und dann 20 Minuten Sandsack-Training ( Kraftausdauer )

Der Schlussteil besteht aus einem 15-minütigen Cool Down ( Dehnen, Lockern, usw. )

Was findest Du am Boxen besser (für Dich) als an anderen Sportarten?
Jeder Körper ist anders, meiner braucht die Abwechslung, weshalb ich Boxen auch nicht besser als andere Sportarten finde. Es ist für mich aber die perfekte Ergänzung zu den anderen Sachen wie Yin Yoga oder Zirkeltraining, die ich gerade so mache.

Wie häufig trainierst Du?
Im Moment eher unregelmässig, da ich das Functional Training für mich entdeckt habe. Früher ein bis zweimal in der Woche sowie zweimal in der Woche dasTraining mit den Kids.

Hast Du jetzt auch einen Sandsack zuhause hängen? ;-)
Noch nicht, ist aber in Planung! : )

Kannst Du ein paar Tipps geben für diejenigen, die sich noch nicht getraut haben, zum Boxen zu gehen?
Speziell für Frauen, die sich – aus welchen Gründen auch immer – nicht trauen, kann ich reine Frauengruppen empfehlen oder Kurse im Fitness Studio. Da geht es nicht so hart zu wie in einem Dojo für Männer oder gemischten Gruppen. Die meisten Frauen trauen sich da mehr aus sich herauszugehen!

Können auch total unsportliche Leute mit dem Boxen anfangen?
Auf jeden Fall!

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