Oscar-Arme und Reise-Träume

Oscar-Arme und Reise-Träume

So, die „Oscars“ sind vorüber und wir können in den nächsten Stunden und Tagen wieder jegliche tolle Figuren in unfassbaren Klamotten und sündhaft schönen wie unerreichbar teuren High Heels in den Zeitschriften bewundern. In der amerikanischen Ausgabe der Shape verrät Lupita Nyong’o nicht nur, wie sie ihre Super-Arme trainiert, sondern alle möglichen Stars sprechen über ihre Fitness- und Ernährungstricks. Dabei erwähnen einige auch, wie viele Menschen überhaupt nötig sind, damit sie so umwerfend aussehen, wie sie dann aussehen. Das ist eigentlich ja auch mal ganz schön zu hören. Trotzdem haben fast alle noch etwas anderes gemeinsam: Um all diese Super-Figuren zu behalten, braucht es einfach Disziplin. Da geht es auch den Stars nicht anders.

Allerdings wollte ich heute über etwas ganz anderes schreiben und zwar über ein Ereignis, das nicht in Los Angeles, sondern in Berlin stattfindet. Am 4. März eröffnet die größte Tourismusmesse der Welt in Berlin. Ich erinnere mich daran, dass ich vor einigen Jahren beruflich zur Internationalen Tourismusmesse Berlin (ITB) musste und fast Depressionen bekommen habe. Ich lief durch die gefühlten hundertsiebenundneunzig verschiedenen Hallen und dachte: „Oh je, wie soll ich es nur jemals schaffen, alles auf dieser Erde zu sehen, was ich sehen will?“ Und zwar live und persönlich und nicht mit Hilfe eine 3-D-Installation auf einer Messe! Es war fast erschreckend zu sehen, dass es wunderschöne Orte auf dieser Welt gibt, an deren Existenz man bis dahin nicht einmal gedacht hatte. Und damit meine ich nicht nur die zirka 35 Inseln in der Karibik, sondern Länder wie Kirgisistan oder Melanesien. Es gibt so viel zu entdecken, die Erde ist voller atemberaubender Landschaften und wir schaffen es nicht einmal, den eigenen Kontinent komplett zu bereisen. Es ist ein schlicht unmögliches Unterfangen und der Gedanke daran, irritierte mich. Aber vielleicht ist es gar keine so schlechte Idee für diejenigen, die in der Nähe sind, der ITB, die am 8. und 9. März auch für Privatbesucher zugänglich ist, einen Besuch abzustatten. Es gibt einen ganz guten Überblick und hilft vielleicht, Prioritäten zu setzen bei der Reisewahl. In diesem Jahr stellen sich beispielsweise Länder wie Georgien, Jordanien und Grönland auf der ITB vor und das diesjährige Partnerland ist Mexiko.

Jetzt kann man sich natürlich fragen, was das auf einem „Fitness-Blog“ zu suchen hat. Aber erstens geht es hier ja auch um das schöne Wörtchen „fairytales“ und zweitens hat Reisen ja ganz viel mit Wohlfühlen zu tun. Ich habe gerade das Buch „Grounded. A Down to Earth Journey Around the World“ des amerikanischen Journalisten Seth Stevenson gelesen. Stevenson umrundet mit seiner Freundin einmal die Welt – allerdings ohne dabei in ein Flugzeug zu steigen. Ich muss sagen, es ist nicht gerade meine bevorzugte Reisewahl und meiner Meinung nach meckert Stevenson zu viel über schnarchende Zugpassagiere und unkomfortable Schiffsfrachter aber grundsätzlich zeigt dieses Buch einem, was alles möglich ist. Mich hat es außerdem zum Nachdenken gebracht, was von dieser Welt ich eigentlich unbedingt sehen möchte.

Für mich ist Reisen aber auch eine tolle Gelegenheit neue Sportarten kennenzulernen und auszuprobieren. Angeblich wollen die Finnen auf der ITB übrigens eine neue Yoga-Form präsentieren. Vermutlich verlegen sie Yoga in die Sauna, so eine Art Extreme Hot Yoga… Das würde mich nicht wundern. Alle möglichen Sportreisen-Anbieter tummeln sich selbstverständlich auch auf der ITB und – wenn man will – kann man ja sofort dort seine Reise buchen. Und wie grandios wäre es, in Thailand Thai-Boxen auszuprobieren oder in Brasilien Capoeira? Als ich längere Zeit auf Mallorca verbrachte, ist mir erst bewusst geworden, wie toll die Insel für Mountainbiker und Rennradfahrer ist. Das gilt auch für Teneriffa und Lanzarote. Es macht ja, das muss man einfach zugeben, mehr Spaß auf Mallorca an Küstenstraßen entlangzuradeln als – ich schreibe jetzt einfach mal, ohne irgendjemandem zu nahe treten zu wollen –  im Odenwald… Und so kann man in den Ferien manchmal einen Sport für sich entdecken, der gar nicht so spektakulär ist, den man aber einfach vorher nie auf seiner To-Do-Liste hatte.

Was ich persönlich unbedingt ausprobieren will, ist Stand-up Paddle Boarding. Stehpaddeln ist ein geniales Ganzkörpertraining und auch wenn es aus der Ferne gemütlich aussieht, sollte man nicht unterschätzen, wie anstrengend es sein kann. Ich habe die Paddler schon überall auf dem Wasser gesehen, egal ob in der Schweiz auf dem Thuner See oder in Santa Barbara auf dem Pazifik. Der Sportler steht aufrecht auf dem Surfbrett und erzeugt mit einem Stechpaddel ähnlich wie beim Kanufahren den Vortrieb. Wem das trotzdem zu langweilig erscheint, für den habe ich einen besonderen Tipp: Das Hotel Raffles Praslin auf den Seychellen bietet sogar eine Kombination aus Yoga- und Paddle Board-Ferien an und die Yogaübungen warden dann auch auf dem Paddle Board ausgeführt. Paddle Board Yoga ist eine richtige Challenge. Und wetten, es macht Spaß!

Foto: Raffles Praslin Seychelles

 

 

 

Ich bitte Sie um eine Bewertung dieses Artikels

Es gibt noch keine Bewertungen

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>