Schlag den Padel – Sport mit Spaßfaktor

Schlag den Padel – Sport mit Spaßfaktor

Jetzt, da der Sommer in den Startlöchern steht, ist es mal wieder an der Zeit, sich mit dem Thema Bewegung auseinanderzusetzen. Ich weiss, dass viele an der Ausübung verschiedenster Sportarten gescheitert sind, weil sie einfach den Spaßfaktor vermisst haben. Und hier möchte ich mal “Padel” ins Spiel bringen. Das ist eine Mischung aus Tennis und Squash und wird vor allem in Spanien und den südamerikanischen Ländern gespielt. Dort hat sich der relativ junge Sport rasant ausgebreitet. Im Vergleich zu Tennis oder Squash ist Padel viel leichter zu lernen. Das hat verschiedene Gründe. Zum einen wird Padel auf einem relativ kleinen Feld gespielt. Es wird grundsätzlich im Doppel gespielt, der Innendruck des Balls ist geringer als der in einem gewöhnlichen Tennisball (so wird ein zu hohes Abspringen des Balles vermieden) und die Wände werden beim Spiel mit einbezogen. Der daraus resultierende geringere Aktionsradius verlangt vom Einzelnen weniger Kondition. Da der Schläger aus Kunststoff besteht, sind die Anforderungen an die Spieltechnik wirklich überschaubar. Im Vergleich zu anderen Racket-Sportarten ist Padel also relativ langsam. Macht Sinn, schließlich wollen die Spanier beim Sport auch quatschen :-) Deswegen ist Padel ein Sport, bei dem der Sozialfaktor auf keinen Fall zu kurz kommen darf. Vier Spieler, die sich bei einem vergleichsweise langsamen Racket-Sport auf einem kleinen Feld gegenüberstehen, das animiert automatisch zur Konversation. Padel ist auch wunderbar für Personen geeignet, die sich den hohen Belastungen anderer Sportarten nicht mehr aussetzen können oder dürfen. Das heißt aber nicht, dass Padel nur etwas für lahme Enten ist! Wer seine Fitness trainieren will, kann Padel natürlich auch schneller und damit anstrengender spielen. Voraussetzung ist, dass man drei ebenbürtige Spielpartner findet.

Mittlerweile gibt es auch in Deutschland Padel-Clubs, Leistungsstützpunkte und Padel-Plätze. In Stuttgart kann beispielsweise von Mai bis September auf dem Stuttgarter Wasen gespielt werden. Dort sind Mario, Julian, Adrian und Kathi gerade dabei eine große Padel-Community aufzubauen. „Mein Bruder Julian hat einige Jahre in Spanien gelebt und gearbeitet. Dort hat er den Sport kennen gelernt und mich bei diversen Besuchen mit dem Padel-Fieber angesteckt. Ich selbst habe dann später ein Auslandssemester in Buenos Aires verbracht und dort die Leidenschaft zum Spiel weiter ausgebaut. Adrian ist der Tennis-Profi im Bunde und hat darüber Padel entdeckt, während Kathi ebenfalls lange Jahre in Spanien gearbeitet hat und dort intensiv Padel gespielt hat“, erzählt Mario.

„In Deutschland ist der Sport gerade erst im Aufschwung und viele wollen es erstmal ausprobieren, bevor sie sich Equipment zulegen. Daher sind bei Stuttgart Padel in der Platzmiete Schläger und Bälle bereits enthalten. Es kann ab 34 Euro für 4 Personen inklusive Schläger, Bälle und einer Einführung vom Profi 45 Minuten gespielt werden. Das heißt, man kann für 8 Euro pro Person einmal etwas ganz Neues ausprobieren. Wenn dann die Entscheidung fällt, regelmäßig zu spielen, wird es natürlich entsprechend günstiger“, sagt Mario. Wer direkt mit dem eigenen Schläger loslegen will, findet diese bereits ab 13 Euro, Bälle gibt es für weniger als 1 Euro.

Beim Deutschen Padelverband könnt Ihr Euch informieren, wo überall gespielt werden kann. Allerdings ist Deutschland diesbezüglich noch Entwicklungsland. Trotzdem – je nachdem wo Ihr wohnt, gibt es schon einige Möglichkeiten, Padel auszuprobieren. In Spanien gibt es schon über 300.000 Plätze. Falls es nach Spanien in die Ferien geht, solltet Ihr unbedingt die Padel-Möglichkeiten vor Ort austesten. Ursprünglich kommt der Padel-Sport übrigens aus Mexiko. Und langsam kommt die Padel-Welle auch in die USA. In Los Angeles wird bereits auf dem Sunset Boulevard gespielt.

 

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