Plötzlich schwanger … und was ist mit Sport?

Plötzlich schwanger … und was ist mit Sport?

Du bist schwanger oder planst es zu werden? Toll! Eine wunderbare Reise steht Dir bevor. Aber wie ist das nun mit der Schwangerschaft und Sport? Im Grunde genommen einfach. Jede moderne Hebamme wird bestätigen, dass Sport in der Schwangerschaft gut ist. Aber grundsätzlich gilt natürlich, wer vorher gar keinen Sport gemacht hat, sollte während der Schwangerschaft nicht anfangen, für einen Marathon zu trainieren. Dann ist eher moderate Bewegung angesagt. Den umgekehrten Fall gibt es natürlich auch: Diejenigen, die vorher sowieso immer schon für den Marathon trainiert haben, sollte auch während der Schwangerschaft nicht auf Sport verzichten.

Manchmal aber ist die Theorie einfacher als die Praxis. In meinem Fall war das beispielsweise so. Die Sportskanone musste plötzlich kürzer treten. Ich war immer überzeugt davon, dass ich als Schwangere bis zur Entbindung auf dem Ergometer stehen würde. Aber dann war alles anders. In den ersten fünf (!) Monaten meiner Schwangerschaft war mir so übel, dass an Sport fast nicht zu denken war. Ich habe mal gelesen, dass keine andere Krankheit so schnell zu Selbstmordgedanken führen würde, wie die Seekrankheit. Und so fühlte ich mich. Seekrank an Land. Ein paar Mal quälte ich mich zum Fitness. Ich ließ es schnell wieder bleiben. Was mir hingegen half im Kampf gegen die Übelkeit war Schwimmen. Vielleicht weil ich mich da schwerelos fühlte (selbst da schon als noch gar kein Bauch zu sehen war) oder weil ich mich beim Bahnen abspulen an der schwarzen Linie auf dem Beckenboden orientierte? Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall ging es mir dann gut. Also ging ich zwei Mal in der Woche ins Wasser. Als es mir etwas besser ging, fing ich auch an, mich auf den Ergometer zu setzen. Eine halbe Stunde bis 40 Minuten Radfahren, zu einem größeren Sportprogramm hatte ich keine Lust. Und es gab natürlich auch Wochen, da hatte ich zu nichts Lust, quälte mich geradeso einmal ins Schwimmbad und wartete darauf, dass die Übelkeitsphase endlich vergehen würde. Dann hatte ich ein unheimlich schlechtes Gewissen, machte mir Sorgen um meine Figur und die Gesundheit meines Kindes. (Völlig unbegründet übrigens!) Wenn ich Sport machte, achtete ich darauf, dass mein Puls nicht viel höher als 140 stieg. Und ich bin bis heute überzeugt davon, dass das leichte Ausdauerprogramm eine gute Geburtsvorbereitung für mich und meine Tochter war. Denn das Ungeborene trainiert beim Sport der Mutter mit. Dazu gibt es hier einen interessanten Bericht.

Als meine Übelkeit verschwunden war und ich endlich meine Schwangerschaft (einigermaßen) genießen konnte, machte der dicke Bauch das Sportprogramm dann schwer. Was immer ging war Schwimmen und Aquajoggen, und bis vier Wochen vor der Geburt schaffte ich es tatsächlich auf den Ergometer zu steigen. Und so langweilig ich Aquajoggen als Nicht-Schwangere fand, so schön fand ich es plötzlich in der Schwangerschaft. Es wirkte richtig befreiend, das Gefühl zu haben, zu joggen ohne den schweren Bauch zu spüren. Na ja und dann natürlich Yoga! Gerade für diejenigen, die noch keinen Grund gefunden haben mit Yoga anzufangen, ist die Schwangerschaft der beste. Viele Schwangere haben mit Rückenschmerzen zu kämpfen, denen Yoga erwiesener Massen entgegenwirken kann. Es kann sehr angenehm sein, im Yoga durch verschiedene Positionen das Gewicht des Kindes für eine Weile vom Becken wegzunehmen oder wenn das Baby von unten auf das Zwerchfell drückt, durch Yogaübungen wieder mehr Raum zum Atmen zu finden. Die Beckenbodenmuskulatur wird trainiert und nicht zuletzt hilft das Erlernen der richtigen Atmung um bei den Wehen ruhig zu bleiben.

Natürlich habe ich viel weniger Yoga gemacht als vor meiner Schwangerschaft – und leider ist das als Mutter auch so. So viel Zeit ist einfach nicht mehr, das Sportprogramm muss schon sehr gut organisiert sein. Aber auch nach der Schwangerschaft gehören Rückenschmerzen bei fast allen Neu-Müttern zum täglichen Brot. Das Baby herumzuschleppen ist eben anstrengender als man denkt. Und Yoga hilft.

Einen weiteren Artikel dazu, warum Bewegung in der Schwangerschaft toll ist, gibt es unter diesem Link zu lesen und ich kann ihn nur jeder Schwangeren ans Herz legen. Und wie gesagt, macht Euch keine Sorgen um Eure Figur nach der Schwangerschaft. Das wird schon wieder. Tipp zum Abnehmen: Stillen! Da purzeln die Pfunde wie von alleine! ;-)

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