Ausgerechnet die Süßkartoffel …

Ich weiß nicht mehr genau, wann ich bewusst zum ersten Mal eine Süßkartoffel probiert habe. Es ist lange her und ich kann mich noch daran erinnern, dass ich mich nach meiner ersten Portion „Sweet Patato Fries“ in den USA darüber wunderte, weshalb es überhaupt normale Pommes Fries gibt auf der Welt. Süßkartoffeln stecken voller wichtiger und gesunder Nährstoffe. So enthalten sie beispielsweise Mangan und Kupfer, was wichtig für die Muskelfunktion ist. Ihr niedriger glykämischer Index sorgt für lang anhaltende Energiezufuhr. Hä? Was? Also: Der glykämischer Index sagt aus, wie stark der Blutzucker nach dem Essen steigt und in welchem Masse anschließend das Blutzucker senkende Hormon Insulin benötigt beziehungweise ausgeschüttet wird. So haben Traubenzucker, Weißbrot oder normale gekochte Kartoffeln beispielsweise einen hohen glykämischen Index. Sie lassen den Blutzucker rasch ansteigen. Kohlenhydrate mit niedrigem glykämischen Index, wie beispielsweise Süßkartoffeln aber auch die meisten Gemüse- und Obstsorten oder auch Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte, sind langsamer für den Stoffwechsel verfügbar, was einen gleichmäßigen Blutzuckerspiegel und somit gleichbleibende Leistung und längere Sättigung bewirkt. In der Süßkartoffel stecken Vitamine und ihre sekundären Pflanzenstoffe stärken unser Immunsystem. Das allerbeste ist aber: Die Süßkartoffel schmeckt phänomenal. Und dann lassen sich Süßkartoffeln auch noch ganz wunderbar roh essen. Im Gegensatz zu normalen Kartoffeln schmecken die Süßkartoffeln, die übrigens gar nicht zu den Nachtschattengewächsen – wie unsere üblichen Erdäpfel – zählen, sondern zu den Windengewächsen, süss und knackig, fast wie eine Möhre. So meine Damen und Herren, nun kommt die Crux: Wann ist jetzt eigentlich Saison? Äh, tja. Es ist in diesem Fall einfach so: Süßkartoffeln können kaum regional sein, wenn wir sie hierzulande kaufen.

Angebaut werden sie ganzjährig aber auf den deutschen Markt kommen die Importe vorwiegend aus Brasilien und Israel. Achtet einfach unbedingt auf Bioqualität.

Am liebsten mache ich sie wie so vieles im Backofen. Zuvor mische ich sie in viel Olivenöl, Meersalz und Rosmarin. Bei 200 Grad für ca. 40-45 Minuten in den Backofen. Fertig.

1 Kommentare

  1. Süßkartoffeln gehören erst seit ein paar Monaten zu meinen Lieblingen. Ich liebe sie auch als Pommes oder auch püriert als Aufstrich. Letztes Mal gab es hier eine Süßkartoffel-Suppe mit Curry und Kokosmilch.. ich kann kaum genug davon bekommen 😀
    Roh hab ich sie allerdings noch gar nicht probiert, das werde ich auch bald mal nachholen.

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