Trainingspause.

Trainingspause.

Wir waren in Europa. Zwei Wochen. Ich hab mich sehr darauf gefreut. Die lange Flugreise hat mich direkt umgehauen. Bei Ankunft krank, könnte es heißen. Ich habe mich bis zur Abreise nicht richtig erholt. Was war denn da los? Das kannte ich ja gar nicht von mir. Schüttelfrost, Fieber und dann Halsschmerzen, die sich in meinem Mund- und Rachenraum so richtig wohlgefühlt haben. Denn sie sind da eingezogen und haben es sich bequem gemacht. Vielleicht war es gemütlich. Für mich war es eher ungemütlich. Die Rückreise war eine Katastrophe. Am Ende konnte ich nicht mehr sprechen, so angeschwollen war alles in meinem Hals. Wieder zurück zuhause habe ich mich ins Bett gepackt und einfach mal nichts gemacht. Eine wirklich schwierige Übung für mich. Ich sollte sonntags Yoga unterrichten und habe mich zwei Tage lang geschont. Zum Glück konnte ich dann auch wieder sprechen. Ach, ich hab es überstanden, dachte ich sonntags. Nach zwei Wochen wäre das ja auch mal in Ordnung gewesen. Aber montags ging es mir schon wieder schlechter. Und nun, na ja, ich …, also mehr als zwei Wochen kein Training, keine Gewichte, kein Yoga in erhitzten Räumen. Höchststrafe. Wenigstens ein bisschen Yoga, hab ich dann gedacht und bin in die Anfängerstunde gegangen. Level 1. Danach war ich jedes Mal so schlapp als wär ich von einem LKW überrollt worden. Nachts kamen die Halsschmerzen zurück. „Hallo! Wir sind wieder eingezogen. War so schön bei dir.“ Danke, ich wäre lieber ein ungemütlicher, unfreundlicher Vermieter. Aber nee, ist wohl nicht. So mache ich Pause.

Paaaaaaaaaaaaaaaaaaauuuuuuuuseeeeeeeeeeeeeeeee.

Zieht sich wie Kaugummi, ist aber vielleicht gar nicht so schlecht. Eine Übung gegen die Ungeduldigkeit. Und nun sage ich Euch, warum ich, obwohl es mir sehr schwerfällt, immer noch auf richtiges Training verzichte.

Es ist nicht so, dass man bei jedem kleinen Husten eine Pause einlegen sollte, oder, weil man mal niesen musste, zwei Wochen lang auf das Lauftraining verzichten muss. Experten sprechen von der „Nacken-Regel“, wenn es um die Frage Trainieren oder Zuhause bleiben geht. Die Nacken-Regel besagt, dass Symptome die unterhalb des Nackens (Bronchitis, Mandeln, Gliederschmerzen) auftreten, Trainingspause bedeuten. Symptome, die oberhalb des Nackens in Erscheinung treten (laufende Nase, Niesen, Hustenreiz im oberen Halsbereich) erlauben ein moderates Training durchaus.

Hinter hartnäckigen Halsschmerzen können sich allerdings Bakterien verbergen, deren Erreger auch Erkrankungen der Nieren, Gelenke oder sogar eine Herzmuskelentzündung hervorrufen können. Eine Virusinfektion geht oft mit Gliederschmerzen einher. Wer mit bereits in Mitleidenschaft gezogenen Muskeln Krafttraining macht, riskiert unnötige Verletzungen. Bei Symptomen wie Fieber, geschwollenen Lymphknoten oder Gliederschmerzen ist Training absolut tabu. Und wenn Ihr es gar nicht aushalten könnt, dann geht einfach zum Arzt und lasst den Fachmann entscheiden. Ein paar Trainingstage mehr oder weniger bedeuten keinen Weltuntergang für Euer Fitnessprogramm und es macht viel mehr Sinn, wenn Ihr gesund und fit wieder richtig durchstarten könnt.

Falls Ihr mit leichter Erkältung in der Lage seid, zu trainieren, achtet unbedingt darauf, die Belastung auf einem niedrigen Niveau zu halten. Und bitte: Kopf und Hände warmhalten – vor allem bei den eisigen Temperaturen, die gerade in Deutschland herrschen.

Mehr interessante Infos zum Thema Trainieren mit Erkältung findet Ihr übrigens hier.

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