Motivating Thursday

Motivating Thursday

Nein – ich habe den Motivating Monday-Tipp diese Woche vermasselt! Es ist nicht so, als hätte ich ihn komplett vergessen. Es ist viel schlimmer. Ich habe mit einem sehr sehr schlechten Gewissen daran gedacht. Den ganzen Sonntag und den halben Montag und ich bin einfach nicht dazu gekommen. Es gibt immer noch so viel zu tun hier, ständig rennt man herum, hier ist noch etwas zu organisieren und da und den Balkon muss man hübsch machen und das Wohnzimmer und so weiter und so fort. Unsere Sachen sind übrigens immer noch nicht aus Europa am Hafen von Los Angeles eingetroffen. Die schippern irgendwo fröhlich über das Meer. Hoffentlich kommen keine Algen aus den Schubladen meiner Kommode heraus, wenn ich sie dann endlich in Empfang nehmen kann … Aber das ist alles nicht so tragisch, wir haben uns an Home-Camping in den eigenen vier Wänden gewöhnt. Beim Thema Camping ist mir dann eingefallen, dass es ja auch eine schöne Art von Motivation sein kann, wenn man seine Ferien plant. Und weil ich für das Magazin “Vegetarisch fit” testen sollte, wie es sich als Veganer oder Vegetarier durch Dänemark reisen lässt, stelle ich die besten veganen Adressen hier gleich noch mal auf den Blog. Vielleicht hat ja irgendjemand vor, in diesem Jahr nach Dänemark zu fahren. Wer als Veganer nach Kopenhagen reist, muss sich keine Sorgen machen, zu verhungern. In der Stadt hat sich eine richtige Raw Food Szene entwickelt. Angefangen hat es mit dem „42°Raw“, einem modernen skandinavischen Bistro, das RawPizza, Sandwiches und verschiedene Smoothies anbietet. Ich persönlich finde die anderen Raw Food Restaurants etwas spannender. Und das sind das „Raw Sum“, „The Raw Tribe“ und das “Simple Raw”. Letzteres zählte zu meinen Lieblingsadressen in Kopenhagen. Es liegt im Stadtteil Vesterbro, früher als Rotlichtmilieu verschien und heute ein richtiges Trendviertel. Hier gibt es viele süsses Cafés, kleine Galerien und coole Restaurants. Das “Simple Raw” ist ein sehr kleines, gemütliches Restaurant. Der Brunch ist der Knaller aber auch die Burger sind einfach nur delicious! Wer am Wochenende brunchen will, sollte vielleicht vorbestellen, da es nicht sooooooo viele Sitzplätze im Lokal gibt.
Nicht weit entfernt befindet sich ein weiteres Lieblings-Restaurant von mir. Das „Bio Mio“ liegt im Meatpacking Districts Vesterbros – hier gehen die Küchenchefs Kopenhagens einkaufen, die Einheimischen Mittags zum Lunch und die Frauen
zum Yoga. Im „Bio Mio“ wird das Essen in einer offenen Küche zubereitet. Bestellt wird direkt bei der sympathischen
Köchin. Die beantwortet gerne Fragen, gibt Empfehlungen und nimmt auch Spezialbestellungen auf. Das “Bio Mio” hat keine rein vegetarische oder vegane Küche, aber das Essen ist 100 Prozent Bio und auf der Karte sind die meisten Gerichte vegetarisch. Die Köchin ist immer bereit, etwas Veganes zu zaubern. Und gerade diese Flexibilität finde ich so wunderbar.
Der absolute Kracher im Bezug auf vegane Küche ist allerdings das Restaurant “botaniq”. Die Chefin Bettina Baunbæk hatte schon früh den Traum, Kopenhagens bestes veganes Restaurant zu führen. Heute sind die Ansprüche sogar gewachsen: Das Niveau im „botaniq“ ist hoch, es soll einmal Europas erste Adresse für vegane Küche werden. Und ich persönlich habe den Eindruck, das “botaniq” kommt seinem Ziel sehr nahe. Hier gibt es richtige Gourmetküche und das rein pflanzlich. Selbst Fleischesser sind immer wieder überrascht, was mit Pflanzen alles möglich ist und wie lecker vegane Küche schmecken kann. Das Restaurant liegt direkt in der Nähe des bekannten Tunnelbahnhofs Nørreport
in Kopenhagens Innenstadt und gegenüber von Kopenhagens berühmter Torvehallerne. “It is not a supermarket – it is a super market” heisst es ja über die Markthalle in der City. Das kann man wohl so sagen. Es handelt sich um eine Art High-End-Markt unter zwei gläsernen Markthallen mit Stahlgerüst, die von Hans Hagens entworfen wurden. Hier sollte man unbedingt einen Besuch einplanen. Zurück zum botaniq: Was auf der Speisekarte angeboten wird, ist vegan, 50 Prozent davon sogar Rohkost. Es lohnt sich wirklich hier etwas auszuprobieren, auch wenn es etwas teurer ist. Bettina Baunbæk ist natürlich selbst Veganerin und sie hat mir noch einen besonderen Tipp für Kopenhagen gegeben. Sie isst gerne im „Kate’s Joint“ in der Fußgängerzone in Nørrebro. Auch wenn nichts Veganes auf der Karte steht, sind die Köche bereit, etwas zuzubereiten. Zum Einkaufen war ich häufig Gast im Urtehuset im Gammel Kongevej im Stadtteil Frederiksberg. Das ist ein sehr gut bestückter Bioladen mit einem kleinen veganen Take-Away-Café.
Ansonsten gilt für Dänemark: Es gibt immer mehr Möglichkeiten für Veganer aber noch lange nicht genug. Wer ausserhalb der Städte reist, dem bleibt oft nichts anderes übrig, als auf Pommes zurückzugreifen. Und da wir das ja nicht wollen, schlage ich folgendes vor: Vorher im Restaurant anrufen, die Sachlage erklären (alle Dänen verstehen englisch und viele auch deutsch), dann sind die Köche meistens so flexibel, etwas Veganes zu zaubern. Sonst bleibt dann noch die Selbstversorgung.

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1 Comment On This Topic
  1. glomerylane
    on Mrz 1st at 2:52 pm

    Dankeschön für die tollen Tipps, liebe Tine! Im Bio Mio war ich schon, aber den Rest werde ich beim nächsten (fest geplanten) Kopenhagen-Besuch definitiv mit einplanen! ♥ Inga


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