Fünf Punkte aus dem Yoga Teacher Training

Fünf Punkte aus dem Yoga Teacher Training

Hier kommt eine Liste, mit fünf Punkten, die ich aus meiner Yoga Teacher Ausbildung mitnehme, die nichts mit Asanas zu tun haben aber dafür das Leben bereichern. Auch wenn man kein Yogalehrer ist übrigens!

  1. „Don’t get weird“. Eine meiner Ausbilderinnen war Alanna Kaivalya aus New York. Sie ist eine wunderbare Persönlichkeit und die Wochenenden mir ihr waren wirklich bereichernd. Als Regel Nummer 1 hat sie uns die Bitte „Don’t get weird“ mit auf den Weg gegeben und das finde ich wunderbar. Alanna meint damit, dass wir nicht anfangen sollen, alle Menschen zu bekehren, niemandem erklären sollen, dass er unbedingt Yoga machen muss, um glücklich zu werden, nicht anfangen sollen, nur noch in Yoga-Klamotten herumzulaufen, uns mit Henna anzumalen und in der Öffentlichkeit meditieren sollen. Bleib einfach wie du bist, werde nicht ein ganz anderer Mensch, interessiere dich immer noch für andere Dinge, auch wenn Yoga dich gerade beschäftigt und fasziniert. Lass deine Freunde damit in Ruhe, wenn sie nichts davon wissen wollen und werde niemand, der nur noch über Yoga sprechen möchte. Lebe einfach ein ganz normales Leben.
  2. „Just try to be less an asshole“. Wenn ich auf eine Ameise trete, bedeutet das nicht, dass ich ein schlechter Mensch bin. Wenn ich heute schlechte Laune habe und nicht so überschwänglich meinem Nachbarn Guten Tag wünsche, ist das verzeihbar. Natürlich sollten wir versuchen, so freundlich wie möglich zu sein, aber „wie möglich“ ist eben ein dehnbarer Begriff. Wenn jeder von uns versucht, nur ein kleines bisschen weniger ein Arschloch zu sein, ist das schon prima.
  3. „Der einzige Moment, den wir haben, ist jetzt“. Natürlich – im Grunde genommen wissen wir das, aber es ist manchmal gut, daran erinnert zu werden. Niemand von uns weiß, was Morgen ist. Gerade gab es wieder ein Erdbeben in Kalifornien. Während wir viele Nachrichten von Freunden erhalten haben, die sich darum sorgten, ob es uns gut geht und wir alle beruhigen konnten, ist mir wieder einmal bewusst geworden, dass unser Leben in jedem Moment vorbei sein kann.  Vielleicht ist da gar kein Morgen mehr. Deswegen: geniesse den Moment. Was gestern war lässt sich nicht mehr ändern. Lebe bewusst. Das ist nicht leicht, aber es zu versuchen, ist schon eine schöne Erfahrung und es hilft dabei, gute Laune zu bewahren und die wunderbaren Dinge des Lebens wach wahrzunehmen.
  4. „Get Mr. or Mrs. Right yourself.“ Viele von uns sind auf der ewigen Suche nach Mr. oder Mrs. Right. Das ist ein Unterfangen das schlichtweg nicht erfolgreich enden kann, denn unsere eigenen Vorstellung von Mr. oder Mrs. Right gibt es einzig und alleine in unserem Kopf. Niemand kann diese Erwartungen erfüllen. Und selbst wenn, werden sich im Laufe der Zeit unsere Erwartungen garantiert wieder ändern. Wer aussen nach der Ganzheit sucht, wird sie nicht innerlich finden können. Wer mit sich selbst im Reinen ist, also sozusagen “Mr.” oder “Mrs. Right”, und sich vorstellen kann, alleine total zufrieden und glücklich zu sein, wird es leicht haben, jemanden zu finden.
  5. Du bist selbst verantwortlich für die Energie, die du in einen Raum bringst. Die schlechte Stimmung, die Traurigkeit, der ungelöste Streit mit der Schwester, die Frustration vom nicht gelebten Traum, das ist nicht nur dein Problem, weil du es bei jeder Interaktion mit dir herumschleppst

In diesem Sinne, nehmt gute Energie mit – wo auch immer ihr gerade hingeht!

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2 Comments On This Topic
  1. F.
    on Sep 8th at 11:18 am

    Vor allem die letzten Absätze haben mit tatsächlich grad sehr gut getan! Danke und unbedingt weiter so!

  2. Anja
    on Sep 10th at 5:42 pm

    Liebe Tine,
    Du hast es wirklich gut getroffen, die Gedanken von denen Du schreibst, beschäftigen mich auch. Es gibt Menschen, die zaubern einfach ein Lachen wenn man an sie denkt und Du gehörst ganz bestimmt dazu!

    Liebe Grüße,
    Anja


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